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Soro Projekt Wiesloch

Es braucht ein Dorf – und vielleicht müssen wir es uns heute selbst schaffen

  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Gerade die erste Zeit mit Baby kann wunderschön und gleichzeitig ziemlich isolierend sein. Warum ich mir damals selbst mehr von diesem berühmten „Dorf“ gewünscht hätte – und wie wir bei SORO versuchen, heute ein kleines Stück davon entstehen zu lassen.



„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Diesen Satz hört man oft. Seit ich selbst Mutter bin, verstehe ich immer besser, wie viel Wahrheit darin steckt – und gleichzeitig frage ich mich: Wo ist dieses Dorf heute eigentlich?


Gerade die erste Zeit mit einem Baby kann wunderschön und intensiv sein, aber auch ziemlich isolierend. Die Tage bekommen plötzlich einen ganz eigenen Rhythmus, vieles richtet sich nach einem kleinen Menschen und gleichzeitig findet das Leben um einen herum ganz normal weiter statt. Der Partner oder die Partnerin arbeitet, Freundinnen stecken vielleicht gerade in einer anderen Lebensphase und Familie wohnt nicht immer um die Ecke.


Ich weiß noch, dass ich mir in dieser Zeit selbst mehr von diesen unkomplizierten Orten gewünscht hätte, an denen man einfach andocken kann. Nicht erst dann, wenn etwas schwierig wird, sondern einfach, um andere Frauen zu treffen, die gerade in einer ähnlichen Lebensphase sind.


Vielleicht beschäftigt mich deshalb heute bei SORO Projekt nicht nur die Frage, welche Kurse wir anbieten, sondern mindestens genauso sehr, was rund um diese Kurse entsteht.


Manchmal ist der Kurs nur der Anfang

In den vergangenen Monaten habe ich immer wieder beobachtet, wie Frauen für einen ganz konkreten Kurs zu uns kommen: zur Babymassage, zur Rückbildung oder zu einem unserer Eltern-Baby-Kurse in Wiesloch.


Natürlich geht es um den jeweiligen Kurs. Aber fast nebenbei passiert noch etwas anderes. Vor der Stunde wird erzählt, wie die Nacht war. Jemand stellt fest, dass es bei einer anderen gerade ganz ähnlich läuft. Nach dem Kurs bleibt man noch ein paar Minuten sitzen, tauscht Nummern aus oder verabredet sich auf einen Kaffee oder Spaziergang.


Genau diese Momente mag ich besonders. Denn manchmal ist der Kurs vor allem der Anlass, der Menschen zusammenbringt. Was daraus entsteht, lässt sich nicht planen. Aber wir können Räume schaffen, in denen es entstehen darf.



Die Babyzeit macht keine Sommerpause

Ein schönes Beispiel dafür ist für mich unser Eltern-Baby-Kurs in diesem August. Viele Angebote für Familien pausieren während der Sommerferien. Das Leben mit einem Baby macht natürlich keine Sommerpause. Gerade wenn andere regelmäßige Termine wegfallen, viele Menschen im Urlaub sind und der gewohnte Alltag sich verändert, können die Wochen ganz schön lang werden.


Deshalb haben wir ganz bewusst auch im August einen Eltern-Baby-Kurs bei SORO angeboten. Dass dieser so viel Zuspruch bekommen hat, hat mir noch einmal gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach solchen Begegnungsmöglichkeiten ist.


Denn es geht nicht immer darum, noch mehr Programm zu haben. Manchmal tut es einfach gut, einen Grund zu haben, das Haus zu verlassen, andere Erwachsene zu treffen und gemeinsam mit dem eigenen Baby eine gute Zeit zu verbringen.


Familienangebote in Wiesloch, die miteinander wachsen

Was ich an der Entwicklung von SORO besonders mag: Viele Ideen entstehen längst nicht mehr nur an meinem Schreibtisch. Sie entwickeln sich aus Gesprächen mit Teilnehmerinnen, aus dem, was wir in unseren Kursen beobachten, und ganz oft gemeinsam mit unseren Kursleiterinnen.


Eine bringt eine Idee mit, eine andere erzählt von einem Bedürfnis, das ihr immer wieder begegnet, und manchmal entsteht daraus ein neues Format. Ich mag dieses Miteinander sehr, weil unser Programm dadurch mit den Menschen wächst, die bei SORO ein- und ausgehen.


Auch unser Herbstprogramm entwickelt sich in diese Richtung. Neben Eltern-Baby-Kursen, Babymassage und Rückbildung entstehen mit Mama & Baby in Balance neue Formate für die gemeinsame Zeit mit Baby. Angebote wie Ankommen bei dir oder Mama Reset richten den Blick stärker auf die Mutter selbst, während Corinnas Wertvoll-Reihe Impulse für Verbindung und Familienalltag gibt.


Für mich gehört all das zusammen. Denn Familie besteht nicht aus einzelnen Themenbereichen – und auch das Muttersein verändert sich immer wieder.


→ Familie & Elternsein: Herbstprogramm bei SORO entdecken


Und was passiert nach dem letzten Kurstermin?

Eine Frage ist trotzdem geblieben: Was passiert mit all diesen kleinen Verbindungen, wenn ein Kurs vorbei ist?


Bisher haben wir für viele unserer Babykurse eigene WhatsApp-Gruppen eingerichtet. Eigentlich sind sie für Organisatorisches gedacht, aber häufig passiert dort schon während eines Kurses mehr: Erfahrungen werden geteilt, Fragen gestellt, Kontakte geknüpft.


Genau deshalb gibt es jetzt die SORO Mama Community. Zunächst ganz bewusst für Mamas, die bereits an einem unserer Kurse teilgenommen haben. Einen gemeinsamen WhatsApp-Raum für Frauen mit Babys und kleinen Kindern, in dem die Verbindung über den Kurs hinaus weitergehen kann.


Hier darf gefragt, erzählt, empfohlen und sich spontan verabredet werden. Familienangebote aus Wiesloch und Umgebung dürfen genauso geteilt werden wie Babysachen, die ein neues Zuhause suchen. Und natürlich informiere ich dort auch über aktuelle SORO-Angebote aus dem Bereich Familie & Elternsein.


Wie sich diese Community entwickelt, weiß ich selbst noch nicht genau. Das finde ich aber eigentlich ziemlich schön. Denn auch sie darf mit den Menschen wachsen, die Teil davon sind.


→ Du hast bereits einen Kurs bei SORO besucht? Dann komm in die SORO Mama Community.


  • Liebevoll gestalteter SORO Kursraum in Wiesloch mit Büchern und Impulsen für Familien

Vielleicht müssen wir unser Dorf heute selbst bauen

Vielleicht sieht das berühmte Dorf heute einfach anders aus als früher. Vielleicht besteht es nicht automatisch aus Großeltern nebenan, langjährigen Nachbarinnen und einem Umfeld, das ganz selbstverständlich mitträgt.


Vielleicht müssen wir es uns ein Stück weit selbst schaffen.


Aus einer Frau aus dem Babykurs, die irgendwann zur Freundin wird. Aus einer Nachricht mit „Hat heute jemand Lust auf einen Spaziergang?“. Aus einer Kursleiterin, die ihr Wissen teilt. Aus einer Empfehlung, die den Familienalltag ein kleines bisschen leichter macht. Und aus Orten, an denen wir immer wieder zusammenkommen können.


Genau so ein Stück Dorf möchte ich mit SORO schaffen.


Nicht, weil SORO all das ersetzen kann, was Familien brauchen. Sondern weil wir Räume schaffen können, in denen Menschen sich finden, Wissen geteilt wird, Unterstützung entstehen darf und aus einem ersten Kennenlernen vielleicht irgendwann echte Verbindung wird.


Ein Dorf kann man nicht buchen. Aber man kann einen Ort schaffen, an dem es wachsen kann.


Als Kurs oder Einzeltermine
Mama Reset – Gemeinsam raus aus dem Funktionieren
From€39.00
29. September 2026, 19:00–20:30 UhrSORO POP UP ROOM
Infos & Anmeldung

Über die Autorin


Alaia Müller, Gründerin von SORO Projekt in einer Gruppe von Frauen beim Sommerfest in Wiesloch
Alaia Müller - Gründerin von SORO Projekt in Wiesloch

Ich bin Alaia, Gründerin von SORO Projekt und selbst Mama von drei Kindern. Mit SORO möchte ich in Wiesloch einen Ort schaffen, an dem Frauen sich begegnen, Neues ausprobieren, sich weiterentwickeln und Gemeinschaft erleben können.

Hier im SORO Blog schreibe ich über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen, die mir im Alltag mit SORO begegnen und über Themen, bei denen ich finde, dass es sich lohnt, ein bisschen genauer hinzuschauen.







 
 
 

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